Innere Blockaden
lösen
Du weißt genau, was du willst, und kommst trotzdem nicht ins Tun. Hier steht, wie innere Blockaden entstehen, woran du sie erkennst und was du selbst tun kannst.
Was eine innere Blockade eigentlich ist
Genau das ist eine Blockade. Sie ist kein Charakterfehler und kein Zeichen von Schwäche, sondern eine alte Schutzreaktion, die einmal sinnvoll war und heute nicht mehr passt.
Eine Blockade ist eine Entscheidung, die du einmal getroffen hast und an die du dich nicht mehr erinnerst. Meistens entsteht sie sehr früh und hat die Aufgabe übernommen, dich zu schützen. Ein Kind, das für seine Begeisterung ausgelacht wurde, lernt in dem Moment, dass Sichtbarkeit gefährlich ist. Diese Lehre bleibt. Dreißig Jahre später steht dieselbe Frau vor einer Präsentation und bekommt keinen Ton heraus.
Das Unangenehme daran ist, dass eine Blockade nicht als Gedanke auftaucht, den du prüfen könntest. Sie taucht als Körpergefühl auf. Als Enge, als Müdigkeit genau dann, wenn es losgehen soll, als plötzliches Bedürfnis, die Küche zu putzen. Der Verstand liefert die Erklärung hinterher und sie klingt vernünftig. Später, nächste Woche, wenn ich mehr Zeit habe.
Emotionale Blockaden arbeiten leise. Sie brüllen dich nicht an, sie sabotieren dich im Kleinen. Manche Themen lähmen für Tage. Die meisten arbeiten unauffälliger und können dich über Jahre ausbremsen, jeden Tag ein kleines Stück. Deshalb bemerken viele Menschen erst nach Jahren, dass sie in einem bestimmten Lebensbereich immer an derselben Stelle stehen bleiben.
Woran du eine Blockade erkennst
Im Kopf
Negative Gedanken laufen wie eine Schleife, immer im selben Moment. Ich bin nicht gut genug, das schaffe ich sowieso nicht, wer bin ich denn. Dein Selbstwertgefühl hängt dann an der Tagesform statt an Tatsachen.
Im Körper
Enge im Hals, Unruhe im Bauch, Schwere in den Beinen und lahme Hände. Der Körper meldet sich, bevor der Kopf es tut. Du kannst es spüren, bevor du es benennen kannst.
Im Verhalten
Du schiebst eine Sache seit Monaten vor dir her, obwohl sie dir wichtig ist. Prokrastination ist selten ein Zeitproblem, und Vermeidungsverhalten fühlt sich immer vernünftig an.
Fünf Muster, die mir in Sitzungen immer wieder begegnen
- Du reagierst auf eine harmlose Bemerkung stärker, als die Situation es hergibt, und ärgerst dich hinterher darüber.
- Du sagst zu Dingen ab, die du eigentlich willst, und findest gute Gründe dafür.
- Du kommst in einem Bereich voran und stehst in einem anderen seit Jahren still.
- Du weißt genau, was zu tun wäre, und tust trotzdem etwas anderes.
- Du merkst erst hinterher, dass du dich wieder kleiner gemacht hast, als du bist.
Woher innere Blockaden kommen
Hinter fast jeder Blockade steckt ein Glaubenssatz. Damit ist kein Wunschsatz vom Kühlschrank gemeint, sondern eine Annahme über dich und die Welt, die du für schlicht wahr hältst. Ich muss stark sein. Geld kommt nicht zu Menschen wie mir. Wenn ich Nein sage, bin ich unten durch.
Negative Glaubenssätze sind selten selbst gebaut. Du hast sie übernommen, von Eltern, von Lehrern, von einer Situation, die weh getan hat. Sie liegen tief verankert und sind so selbstverständlich, dass du sie gar nicht als Meinung erkennst. Tief verankerte Sätze fühlen sich nicht wie Meinung an, sondern wie Realität.
Aus einem Glaubenssatz werden mit der Zeit Denk- und Verhaltensmuster. Du meldest dich nicht, du wartest ab, du machst dich kleiner als du bist. Deinen inneren Kritiker musst du dafür nicht extra aktivieren, er meldet sich von selbst. Und weil das Muster dich vor der befürchteten Erfahrung bewahrt, bestätigt es sich immer wieder selbst.
Ob du das Ganze emotional, seelisch oder innerlich nennst, ist eine Frage des Etiketts. Dahinter steht immer dieselbe Frage. Was hält mich fest, obwohl ich weiterwill. Solche Muster blockieren zuerst im Alltag und nicht im Gespräch über Gefühle. Blockaden und Ängste treten oft zusammen auf, Blockaden und Stress verstärken sich gegenseitig. Mehr dazu, wie so ein Satz aussieht und wie alt er meistens ist, steht auf Was ist ThetaHealing®.
Warum Verstehen allein die Blockade nicht löst
Denken und Fühlen sind zwei Ebenen
Selbstreflexion arbeitet auf der Ebene, auf der du denkst. Der Glaubenssatz sitzt auf der Ebene, auf der du fühlst und reagierst. Solange die beiden nicht zusammenkommen, weiß dein Kopf Bescheid und dein Körper macht weiter wie bisher. Mental verstanden ist eben nicht dasselbe wie innerlich geklärt.
Positive Sätze übertönen nur
Einen neuen Satz über einen alten zu legen funktioniert ungefähr so gut, wie lauter zu reden, um ein Geräusch zu übertönen. Wer emotionale Blockaden zu lösen versucht, indem er sich zusammenreißt, arbeitet gegen sich selbst.
An der Wurzel statt an der Wirkung
Blockaden an der Wurzel zu lösen heißt, an den Satz selbst heranzugehen und nicht an seine Auswirkungen. Alles andere ist Symptompflege, und die hält genau so lange, wie du sie durchhältst.
Fünf Schritte, mit denen du heute anfangen kannst
Du brauchst für den Anfang niemanden. Die ersten vier Schritte kannst du heute Abend gehen, der fünfte ist der, an dem die meisten aufhören.
Aufschreiben
Nimm die Situation, in der du feststeckst, und schreibe auf, was du in dem Moment über dich denkst. Nicht schön formulieren. Der rohe Satz ist der richtige.
Nachfragen
Frage dich bei jedem Satz, was daran schlimm wäre, wenn er wahr wäre. Und dann noch einmal. Nach drei oder vier Runden landest du bei einem sehr kurzen, sehr alten Satz.
Körper einbeziehen
Denk an die Situation und spüre nach, wo es im Körper eng wird. Das ist keine Esoterik, sondern eine Beobachtung. Der Ort verrät oft mehr über das Gefühl als jede Analyse.
Klein anfangen
Such dir die kleinste Handlung, die das alte Muster stoppt. Eine Mail statt eines ganzen Projekts. Ein Nein statt einer Grundsatzentscheidung.
Dranbleiben
Alte Muster verlieren ihre Kraft durch Wiederholung des Neuen, nicht durch Einsicht. Jedes Mal, wenn du ein hinderliches Muster gezielt stoppen kannst, entwickelt sich daraus ein neues.
Wie ich mit ThetaHealing® an Blockaden arbeite
In einer Sitzung suchen wir gemeinsam den Satz, der unter deinem Thema liegt. Ich arbeite dabei in einem entspannten, energetisch ruhigen Zustand, du bleibst wach und ansprechbar und behältst die Führung.
Der Ablauf ist immer derselbe. Wir besprechen dein Thema, wir schauen, welcher Glaubenssatz dahinter liegt, und wir arbeiten daran, ihn umwandeln zu können und nicht bloß zu überschreiben. Bei negativen Glaubenssätzen geht es nie darum, sie wegzureden, sondern darum, das Gegenteil erfahrbar zu machen. Danach verankern wir, was an seine Stelle tritt. Wie eine Stunde konkret abläuft, steht auf ThetaHealing® Sitzung.
Viele Menschen berichten mir danach von mehr Klarheit und mehr Leichtigkeit im Alltag, manche davon, dass sie wieder in einen Flow kommen, den sie lange nicht kannten. Für mich ist das persönliches Wachstum und keine Behandlung.
Was du realistisch erwarten kannst
Ich halte nichts von großen Versprechen. Deshalb hier vier Sätze dazu, was diese Arbeit ist und was sie nicht ist.
ThetaHealing® ist eine Methode zur persönlichen Entwicklung. Sie arbeitet an Glaubenssätzen, nicht an Symptomen.
Es ersetzt keine ärztliche Behandlung, keine Psychotherapie und keine Medikamente. Bei akuten Beschwerden gehört der erste Weg zur Ärztin.
Was passieren kann, ist ein Zusammenhang, den du vorher nicht gesehen hast. Oder dass ein altes Thema plötzlich weniger schwer wiegt.
Was ich dir nicht verspreche, ist ein Ergebnis oder ein Tempo. Manche merken es sofort, andere erst nach zwei Wochen an einer Kleinigkeit.
Eine Blockade zu lösen ist kein Kraftakt.
Es ist eher ein Hinschauen an einer Stelle, die du lange umgangen hast. Wenn du in ärztlicher oder therapeutischer Behandlung bist, sprich bitte mit deiner Ärztin oder deinem Therapeuten, bevor du zusätzlich etwas machst. ThetaHealing® ist kein Heilverfahren und ersetzt keine Diagnose und keine Behandlung.
Was viele vorher wissen möchten
Wie lange dauert es, eine Blockade zu lösen?
Das lässt sich nicht vorhersagen. Manche Themen bewegen sich in einer Stunde, andere brauchen mehrere Sitzungen über Monate. Wer dir eine Zahl nennt, rät.
Muss ich wissen, welcher Glaubenssatz dahintersteckt?
Nein. Die meisten Menschen kommen mit einem Gefühl und nicht mit einer Diagnose. Das Suchen ist Teil der Arbeit.
Muss ich meine ganze Geschichte erzählen?
Nein. Du entscheidest, was du erzählst. Für die Arbeit reicht oft erstaunlich wenig.
Kann ich innere Blockaden auch allein lösen?
Ein Stück weit ja, und die fünf Schritte oben sind genau dafür da. Schwierig wird es bei Themen, die du selbst nicht sehen kannst, weil sie für dich normal sind. Was dich daran hindert, weiterzugehen, liegt selten offen.
Ist das etwas Religiöses?
Nein. Du musst an nichts glauben und nichts übernehmen. ThetaHealing® ist an keine Religion gebunden.
Was ist mit Angst und Stress?
An belastenden Themen wie Versagensangst oder Selbstzweifeln arbeite ich gern und oft. Bei Ängsten mit Krankheitswert gehört die Behandlung in ärztliche oder therapeutische Hände, und dann bin ich gerne ergänzende Begleitung.
Funktioniert das auch, wenn ich skeptisch bin?
Ja. Du musst die Methode nicht glauben, du musst nur bereit sein hinzuschauen. Skepsis ist mir lieber als Begeisterung ohne Boden.
Kann ich das selbst lernen?
Ja. In den Seminaren lernst du, selbst mit der Methode zu arbeiten. Eine Übersicht steht unter Seminare.
Wie fange ich an?
Mit einer einzelnen Sitzung. Danach entscheidest du, ob du weitermachst.
Wenn dir jemand verspricht, deine Blockaden in einer Sitzung endgültig aufzulösen, sei vorsichtig. Seriös ist, wer dir sagt, was er nicht weiß.
Dein erster Schritt
Eine Sitzung dauert 60 Minuten, findet online per Zoom statt und kostet 188 Euro. Wir schauen uns dein Thema gemeinsam an und arbeiten an dem Satz, der darunter liegt.